Cybermobbing: Was Sie wissen müssen

erstellt am: 15.06.2020 | von: | Kategorie: Eltern

Vor der Zeit vor dem Internet geschah Mobbing meist persönlich. Kinder wurden an der Bushaltestelle, in der Pause oder in der Mittagspause schikaniert. Doch sobald ein Kind nach Hause kam, hörte das Mobbing auf. Mit der heutigen Technologie kann Online-Mobbing oder Cyberbullying überall und jederzeit stattfinden.

Es ist erschreckend, daran zu denken, dass Ihr Kind pausenlos bedroht, gehänselt und eingeschüchtert werden kann. Aber mit sozialen Medien können Tyrannen andere Kinder während der Schule oder die ganze Nacht hindurch verletzen.

Folgendes sollten Sie über Cybermobbing wissen und wie Sie Ihr Kind schützen können.

Was ist Cybermobbing?
Cybermobbing ist, wenn Kinder Online-Technologie nutzen, um andere Kinder zu verletzen. Mit anderen Worten, sie benutzen das Internet, um Menschen zu belästigen und in Verlegenheit zu bringen. Das geschieht absichtlich und ist gewöhnlich fortlaufend.

Heutzutage nutzen Kinder soziale Medien, Textnachrichten und E-Mails, um mit ihren Freunden zu sprechen. Das bedeutet, dass Cyberbullying leicht passieren kann. Grausame Nachrichten oder wenig schmeichelhafte Fotos können mit nur einem Klick an jeden in der Schule geschickt werden. Und die Kinder können weiterhin gemeine Nachrichten von zu Hause aus, an den Wochenenden oder sogar während der Ferien verschicken.

Manchmal handelt es sich beim Cybermobbing um ein einzelnes Kind, das einen grausamen Text verschickt. Es kann aber auch eine Gruppe von Kindern sein, die verletzende Dinge über jemanden an andere Kinder schicken. Und dann leiten diese Kinder die Nachrichten an noch mehr Menschen weiter. Dieses kurze Video zeigt ein Beispiel für Cyberbullying.

Hier finden Sie weitere Beispiele für Verhaltensweisen, bei denen es sich um Cyberbullying handeln könnte:

Senden von gemeinen E-Mails, Texten oder Sofortnachrichten.

  • Das Senden neutraler Nachrichten an jemanden bis hin zur Belästigung.
  • Das Posten von verletzenden Dingen über jemanden in sozialen Medien.
  • Das Verbreiten von Gerüchten oder Klatsch über jemanden online.
  • Sich in einem Online-Chat, an dem mehrere Personen teilnehmen, über jemanden lustig machen.
  • Einen Avatar oder Charakter in einem Online-Spiel anzugreifen oder zu töten, ständig und absichtlich.
  • Vorgeben, eine andere Person zu sein, indem man ein gefälschtes Online-Profil erstellt.
  • Jemanden online oder in einer Textnachricht bedrohen oder einschüchtern.
  • Ein peinliches Foto oder Video aufnehmen und es ohne Erlaubnis weitergeben.

Sie sollten wissen, dass nicht alle Online-Konflikte zwischen Kindern Cybermobbing sind. Manchmal geraten Kinder über soziale Medien in Streitigkeiten. Sie können auch miteinander scherzen oder Insider-Witze verwenden, während sie texten. (Lesen Sie über den Unterschied zwischen Hänseleien und Mobbing).

Es gibt jedoch eine Möglichkeit, festzustellen, ob ein Verhalten unter Cyberbullying fällt. Wenn ein Kind absichtlich und regelmäßig verletzende Nachrichten sendet, dann handelt es sich um Cybermobbing.

Cybermobbing und Kinder mit Lern- und Denkunterschieden
Alle Kinder können Cyberbullying betreiben. Kinder mit Lern- und Denkunterschieden sind jedoch aufgrund ihrer Herausforderungen besonderen Risiken ausgesetzt. Das bedeutet, dass sie mit größerer Wahrscheinlichkeit von Cyberbullying betroffen sind als ihre Altersgenossen.

Zum Beispiel können Kinder, die Schulleistungen oder Unterkünfte erhalten, ins Visier genommen werden, weil sie anders zu sein scheinen. Sie können aufgrund ihrer akademischen oder sozialen Herausforderungen herausgegriffen werden.

Online-Messaging kann für Kinder mit Lern- und Denkunterschieden heikel sein. Der Großteil der Online-Kommunikation basiert auf Text, so dass Kinder mit Lese- und Schreibproblemen damit zu kämpfen haben können.

Kinder mit Problemen mit sozialen Fähigkeiten können E-Mails oder Texte falsch interpretieren. Sie verstehen möglicherweise den Kontext eines Beitrags in sozialen Medien nicht. Und Kinder mit Impulsivitätsproblemen und können schlecht auf eine Nachricht reagieren, ohne sie zu durchdenken.

Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass Kinder mit Lern- und Denkunterschieden nicht nur als Opfer gefährdet sind. Sie sind auch dem Cyber-Mobbing anderer Kinder ausgesetzt.

Wie verhindert man Cybermobbing?
Der beste Weg, um Cybermobbing zu verhindern, besteht darin, Ihr Kind auf die Interaktion in einer Online-Welt vorzubereiten.

Hier sind einige Dinge, die Sie tun können:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, was Cyberbullying ist.
  • Besprechen Sie mit ihm, was es tun soll, wenn es von Cybermobbing betroffen ist.
  • Üben Sie mit Ihrem Kind soziale Fertigkeiten aus der realen Welt, die ihm online helfen können.
  • Halten Sie die Kommunikationslinien mit Ihrem Kind offen.
  • Bringen Sie Ihrem Kind online Respekt und Einfühlungsvermögen für andere bei.
  • Verstehen Sie, welche Geräte, Anwendungen und Technologien Ihr Kind benutzt.
  • Halten Sie die Technologie vom Schlafzimmer Ihres Kindes fern, wo sie ohne Aufsicht benutzt werden kann.

Florian Berg
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