Ausgefallene Nudel – Rezepte

erstellt am: 04.06.2020 | von: | Kategorie: Essen, Gesundheit, Kreativität

Pasta kaufen kann ja jeder. Wer keine Lust mehr auf 08/15 Nudeln hat, der kann seine Lieblingsspeise auch selbst machen. Das ist gar nicht so schwer, es macht Spaß und ist zudem noch gesund. Rentiert sich eigentlich eine Nudelmaschine?

Nudel Grundrezept

Ein Nudelgrundrezept ist nicht schwer: alles, was du dafür benötigst, ist Mehl und Wasser.
Du kannst etwas Olivenöl oder auch ein Ei reingeben. Für den Anfang, auch, wenn du probieren möchtest, empfiehlt sich allerdings, erst einmal den Grundteig zu beherrschen.

Das Mehl mit einem Verhältnis 2:1 mit Wasser vermischen. Dazu kannst du gut eine Tasse nehmen. Zwei Tassen Mehl, eine Tasse Wasser. Das geht am einfachsten. Achte darauf, dass das Wasser handwarm ist.

In einer Schüssel das Mehl mit dem Wasser vermengen und kneten, kneten, kneten. Etwa 15 Minuten sollte dieses Gemisch geknetet werden. Nun stellst du den Teig für etwa eine Stunde beiseite.

Die Ruhezeit ist wichtig, damit sich das Wasser mit dem Mehl richtig gut verbindet. Du wirst dann feststellen, dass das Mehl das ganze Wasser aufgesogen hat.

Als Nächstes benötigst du ein Nudelholz, oder du hast sogar eine manuelle Nudelmaschine?

Der Prozess bleibt hier bei allen Nudelsorten gleich:
Um dem Teig seine kräftig – lockere Konsistenz zu geben, musst du ihn walzen. Das bedeutet du rollst ihn aus, faltest ihn zusammen, rollst ihn wieder aus, faltest ihn wieder. Das muss, damit es ein ordentlicher Nudelteig wird, etwa 15 Mal geschehen.

Erst dann ist der Teig wirklich fertig.

Nudeln mal anders

Folgende Ideen kamen mir wärend des Nudelteig machens, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Sie sind etwas besonderes, eignen sich auch hervorragend als Geschenk:

Bier – Nudeln

Anstelle von Wasser, nimm Bier. Das Bier solltest du vorher aufwärmen, lauwarm genügt.

Meine Biernudeln haben guten Anklang gefunden. Sie schmecken nicht muffig und sind mit Dinkelmehl gemacht. Das Bier und der Dinkel ergänzen sich ganz gut!

Die Biersorte war ein würziges Helles. Es ginge sogar noch etwas maliziger!

Rote Nudeln

Rote Nudeln erhältst du, wenn du statt Wasser entweder Rotwein oder rote Beete – Saft nimmst.
Der Rotwein darf ruhig trocken und schwer sein, je mehr Geschmack hast du in den Nudeln.
Den Saft der roten Beete wirst du nicht rausschmecken.

Kräuternudeln

Ich liebe Kräuter, besonders Bärlauch. Ich habe immer getrockneten Bärlauch in der Küche, den ich selbst sammel. Aus Bärlauch mache ich auch hervorragendes Pesto. Aber hier geht es ja um die Nudeln.
Bärlauch eignet sich toll, er kommt schön durch vom Geschmack.
Auch andere Kräuter eignen sich, zum Beispiel Basilikum.
Wichtig: entweder die Kräuter sind trocken und du arbeitest sie einfach in den Teig ein, oder du pürierst sie mit dem Wasser für den Pastateig.

Statt Kräuter kannst du auch wenn du grüne Nudeln haben möchtest, Spinat nehmen. Nur den Blubb! – den lass weg.

Regenbogen – Nudeln

Wie bekommst du Nudeln in den Farben des Regenbogens hin? Auch das kannst du zu Hause machen.
Der Trick liegt hier schon im Teig begraben. Bevor du den Teig das letzte Mal walzt, gib etwas Lebensmittelfarbe (und noch mehr Mehl) auf deinen schon vorhanden Teigling. Durch das Walzen werden jetzt die Farben eingearbeitet. Hier musst du etwas geschickt umgehen, damit der Teig nicht wieder zu matschig wird.
Wenn dir das zu schwierig erscheint, kannst du alternativ deinen eigentlichen Teig in kleine Stücke schneiden und jedes einzelne Stück mit Farbe (Lebensmittelfarbe oder Kräuter etc.) vorfertigen und die Nudeln dann am Ende mischen. Dann sind sie bunt, wenn auch nicht Regenbogenfarben.

Vor- und Nachteile Nudeln selber machen

Wozu soll die ganze Arbeit denn nun wert sein? Ich verrate es dir:

✔ Du kannst eine Menge Geld sparen, gerade wenn du auf andere Mehlsorten (Dinkel, Erbse,…) zurückgreifen möchtest

✔ Selbstgemachte Nudeln schmecken einfach besser

✔ Es macht Spaß

✔ Du kannst beinahe jede Zutat darin verarbeiten, die dir gefällt – ohne Nudeln von der Stange, die alle irgendwie gleich oder sehr teuer sind


Aber ja, unter jedem Dach ein Ach, Nudeln selber machen hat auch Nachteile:

✘ Es dauert

✘ Du musst ein bisschen üben

✘ Die Küche ist eingesaut

Pasta kochen & trocknen

Die frische Pasta braucht, je nach Dicke des Teiges, nur etwa 2-3 Minuten gesalzenem kochenden Wasser. Am besten bekommst du die leckeren Nudeln dann mit einem Schaumlöffel aus dem Topf. Wenn ich die Pasta nicht direkt verwende, spüle ich sie unter kaltem Wasser ab. Dann verkleben sie nicht. Alternativ kannst du die Nudeln auch mit einem Schuss Olivenöl umrühren,

Hast du zu viel Pasta, kannst du frisch gekochte Pasta auch einfrieren. Später dann einfach in einem heißen Wasserbad wieder auftauen.

Wenn du die Nudeln trocknen möchtest, kannst du so kleine Nudel – Trockenständer kaufen. Ein Wäscheständer geht zur Not auch – hier würde ich über die einzelnen Leinen vorher noch Backofenpapier legen.

Alternativ eignet sich auch ein Dörrautomat:
Da kannst du nicht nur Pasta, sondern auch Kräuter und Obst trocknen und damit haltbar machen!

Nudeln selber machen Fazit

Der Teig darf niemals zu nass sein – eher ein bisschen zu mehlig. Sonst verklebt dir alles.
Ich brauchte auch ein bisschen Zeit, bis ich meine Pasta gesellschaftsfähig hinbekomme. Aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Ich liebe es, neue Sachen auszuprobieren und mit etwas Übung bekommst du die leckerste Pasta selbst hin, die du jemals gegessen hast!

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